Quelle: Geschichte des Liederkranzes Biberach 1828-1928. Anzeiger vom Oberland, Biberach, 1928

Kaim, Adolf

(1825-1887)

1825 Geboren am 15. Mai in Schelklingen.
Lehrerausbildung.
1848 Unterlehrer in Biberach.
1852 Katholischer Kirchenmusiker an der Biberacher Stadtpfarrkirche St. Martin, die als Simultankirche beiden Konfessionen diente.
1857- 1875 Dirigent des Männerchors Liederkranz Biberach

Gründung eines gemischten Chors, der sich zunächst Oratoriumsverein nannte.
1860 Zehntes Liederfest des schwäbischen Sängerbundes in Biberach. Immanuel Faisst leitet die Hauptaufführung.
1862 Auch Gesangslehrer an der Biberacher Oberschule.
1867 Knechtfeier zum 50. Todestag von Justin Heinrich Knecht
1867 Gründung eines Vereins für katholische Kirchenmusik, der dem Cäcilianismus verbunden ist.
1881 Fertigstellung der neuen Orgel in St. Martin: WEIGLE op.95 (III-P/40)
1884 Kaim ist Gründungsmitglied das allgemeinen Cäcilienvereins für Deutschland.
1887 Gestorben am 4. August in Biberach. Nachfolger als katholischer Kirchenmusiker an St. Martin war August Löhle.

Sein Nachfolger war Augst Löhle. Komponierte Messen im vom Cäcilanismus propagierten "Palästrina-Stil" (Missa Jesu redemptor, Missa St. Anna, Missa St. Cäcilia, Missa St. Paulina, Missa St. Herici) außerdem zwei Te Deum, Vesperpsalmen und Hymnen.
Freundschaft verband Kaim mit dem evangelischen Amtskollegen Christoph Braun an der Biberacher Simultankirche St. Martin.

Orgelwerke

kleinere Werke im Manuskript

Quellen

- Vgl. C. A Schwäbische Kirchenmusiker - Deutsches Volksblatt (Stuttgart) 1897 Nr. 52-55

- Karl Wöhrle: Aus der Geschichte des Wieland-Gymnasiums Biberach an der Riß. Biberacher Verlagsdruckerei, 1953

- A. Kuhn: Geschichte des Liederkranzes Biberach 1828-1928. Anzeiger vom Oberland, Biberach, 1928

- Weissenbäck Andreas, Sacra Musica, Lexikon der katholischen Kirchenmusik, Klosterneuburg bei Wien, Verlag der Augustinus-Druckerei, 1937