Quelle: Hartmann

Beringer, Karl

(1866-1943)

1866 Geboren am 29. November in Lauffen a. Neckar.
Lehrerseminar Esslingen. Dort Schüler von Christian Fink. Lehrer in Botnang.
Schüler des Stuttgarter Konservatoriums mit den Fächern Klavier und Orgel u.a. bei Samuel de Lange. Studienaufenthalte in Italien und Paris.

1899 Erste Lehrerstelle in Ulm.
Vertretungen und Orgelkonzerte im Ulmer Münster.
1901 Organist an der Ulmer Synagoge.
1910 Garnisonsorganist an der Pauluskirche, Ulm. Entwirft die Disposition der dortigen LINK-Orgel , op. 535, IIIP/55, zusammen mit dem Münsterorganisten Johannes Graf.
Vortragsreihen über die historische Entwicklung der Orgelmusik in Zusammenarbeit mit der Ulmer Volkshochschule und damit verbundenen Konzerten in der Pauluskirche.
1931 Kirchenmusikdirektor.
1943 Gestorben am 5. September 1943.


Hochgeachteter Reger-Interpret. Früher Briefkontakt und Freundschaft mit Max Reger. In einem Brief schreibt Max Reger an Beringer: „Auf eines will und muss ich Sie aufmerksam machen: Sie sind der erste Organist in Süddeutschland, der meine Sachen spielt.“ In München hat er Reger mehrmals besucht.
Durch Vermittlung der Ulmer Harmoniumbaufirma E. Hinkel kam Kontakt zu Sigfrid Karg-Elert zustande. Beringer konnte ihm vorspielen und dieser konstatierte, er sei „einer der besten Orgelvirtuosen der Gegenwart".
Auch die Werke von Brahms, Ritter, Rheinberger, Thiele und Liszt zählten zu seinem Orgelrepertoire.

Quellen

- Martin Kaleschke, Karl Beringer und die Orgel der evangelischen Garnisonskirche Ulm, Zulassungsarbeit, Stuttgart, 1999

- Mittteilungen der Internationalen Max-Reger-Gesellschaft, Nr. 19, 2009, Karl Beringer; aus meinem Leben

- Philip Hartmann: "Die Orgel der Pauluskirche und deren erster Organist Karl Beringer"
in: ausgewählte Beiträge zum 100 jährigen Jubiläum der Ulmer Pauluskirche, April 2010 ---> zum Artikel

- Hugo Riemanns Musiklexikon, 10. Auflage bearbeitet von Alfred Einstein., Max Hesses Verlag, Berlin, 1922:

- Frank/Altmann: Tonkünstlerlexikon

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